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Der Erbdrostenhof in Münster

Erbdrostenhof Münster

Der Erbdrostenhof in MünsterDer Erbdrostenhof zählt mit Sicherheit zu den schönsten Gebäuden, welche die Stadt Münster zu bieten hat. Dabei überrascht unter anderem seine Lage: Der Erbdrostenhof liegt in der ansonsten recht modernen und unscheinbaren Salzstraße, einer Straße in der Innenstadt Münsters, in der viele Geschäfte zu finden sind.

Vom Bahnhof, aber auch vom Prinzipalmarkt aus ist der Erbdrostenhof in wenigen Gehminuten zu erreichen. Den etwas außergewöhnlichen Namen hat das imposante Gebäude erhalten, da es für den Erbdrosten Adolph Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering erbaut wurde.

Die Erbauung fand dabei Mitte des 18. Jahrhunderts statt. Den Namen Vischering werden viele Personen, die sich in Westfalen auskennen, schon einmal gehört haben: Die Burg Vischering, Stammsitz der Familie Droste zu Vischering, ist ein beliebtes Ausflugsziel und liegt in Lüdinghausen. Sie zieht viele Besucher an, da sie als Wasserburg einen einmaligen Anblick liefert. Nun aber zurück zum Erbdrostenhof…

Im Folgenden erfahren Sie mehr über das Erscheinungsbild, die Geschichte und den Baumeister, nach dessen Plänen der Erbdrostenhof gestaltet wurde.

 

Das Erscheinungsbild des Erbdrostenhofes

Erbdrostenhof Detail

Eine Detailaufnahme vom Erbdrostenhof.

Der Erbdrostenhof liegt an einer Stelle, an der die Salzstraße von einer kleinen Straße gekreuzt wird. Das Gebäude weist dabei eine dreiflügelige Gestaltung auf und zeigt nicht in gerader Linie zur Salzstraße, sondern präsentiert sich als Eckgebäude.

Umgeben wird der Erbdrostenhof von einer imposanten Eingrenzung, die zum Teil aus Mauerwerk und zum Teil aus hübsch gestaltetem Gitterwerk besteht. Das Gebäude wird vom Kenner schnell als ein barockes Bauwerk erkannt.

Die Pläne für den Erbdrostenhof stammen im Übrigen von dem Baumeister Johann Conrad Schlaun. Nach ihm ist in Münster nicht nur ein Gymnasium benannt: Der 1773 in Münster verstorbene Architekt steuerte auch weitere bekannte Gebäude zum Stadtbild Münsters hinzu.

Am bekanntesten ist dabei sicherlich das Schloss von Münster, das ebenfalls im Stil des Barock gestaltet ist.

Ebenfalls sehenswert ist unter anderem die Clemenskirche, die auf Pläne von Johann Conrad Schlaun zurückgeht. Sie wurde ebenfalls in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und besticht vor allem durch ihre aufwendige Gestaltung im Inneren, zu der auch Deckenmalereien gehören. Die Clemenskirche ist vom Erbdrostenhof übrigens sehr schnell zu erreichen: Ein Grund mehr, sie ebenfalls auf einem Stadtrundgang zu berücksichtigen.

 

Die Geschichte des Erbdrostenhofes

Mehr als hundert Jahre nach der Erbauung des Erbdrostenhofes wurde in dem einzigartigen Gebäude Maria Gräfin Droste zu Vischering geboren. Religiös interessierten Menschen ist Maria Droste zu Vischering als Nonne bekannt, die Mitte der 1970er Jahre vom Papst seliggesprochen wurde. Für die Geschichte des Gebäudes Erbdrostenhof selbst war allerdings ein anderes geschichtliches Ereignis bedeutend.

Die Rede ist hierbei vom Zweiten Weltkrieg, der leider auch an dem schönen Erbdrostenhof nicht spurlos vorbeiging: Erst Anfang der 1950er Jahre konnte begonnen werden, das Adelspalais, das im Zuge des Krieges zerstört wurde, wieder aufzubauen. Dieses Engagement hat sich bezahlt gemacht: Die Münsteraner und auch die Besucher der Stadt möchten auf das Palais heute nicht mehr verzichten.

2 Kommentare

  1. Der Erbdrostenhof ist nur ca. 50 Meter vom Stadtmueseum entfernt. Dort gibt es immer tolle und meist kostenlose Ausstellungen. Das Stadtmuseum sollte man daher auf jeden Fall in seine Route einplanen. Auf dem Weg dorthin lohnt sich definitiv ein Fotostop beim Erbdrostenhof. Gleich um die Ecke ist auch die schlaunsche Clemenskirche, die einen oder auch zwei Blicke wert ist. Die Malereien in der Kirche sind toll und untypisch für die sonst romanischen / gothischen Kirchen von Münster.

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  2. Wenn man gemütlich durch die Innenstadt bummelt, fällt einem irgendwann automatisch dieser imposante Bau in den Blick. Der Erbdrostenhof liegt direkt an einer der Haupteinkaufsstrassen von Münster und ist nicht zu übersehen. Der barocke Bau sticht hervor. Leider konnten wir den Erbdrostenhof nicht besichtigen und bei unserem letzten Besuch in Münster wurde auch leider gerade die Außenfassade renoviert, so dass wir nicht viel sehen konnten. Vielleicht bietet sich ja nochmal die Möglichkeit einer Besichtigung bei einem nächsten Besuch der Stadt.

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